Untersuchung von Dachpappe und Dachpappenabfällen auf Asbest / KMF

Veröffentlicht am: 28.06.2018

Die Asbest-/KMF-Analyse erfolgt nach akkreditierten Verfahren im eigenen Labor, die Untersuchung auf Phenolindex, PAK nach EPA in Zusammenarbeit mit Partnerlaboren

Untersuchung von Dachpappe und Dachpappenabfällen auf Asbest / KMF

Laut SBB (Sonderabfallgesellschaft Brandenburg Berlin mbH) gab es

  • „in der jüngeren Vergangenheit eine Reihe von Hinweisen, dass auch teerhaltige Dachpappenabfälle zur Entsorgung anstehen, die zusätzlich mit karzinogenen Fasern belastet sind. Mehrheitlich wird von Asbestfasern berichtet, aber auch künstliche Mineralfasern (alter Bauart) können als Schadstoff vorhanden sein."

Die SBB fordert,

  • „für jede einer Aufbereitungsanlage angelieferte Charge Dachpappenabfälle einen Nachweis der Faserfreiheit erbringen zu lassen. Die geeignete Prüfmethode (auf Grund der Nachweisgrenze) ist die Methode des Instituts für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung - Arbeitsmappe Messung von Gefahrstoffen, Kennzahl 7487 (die sogenannte „BIA-Methode"). oder Richtlinie VDI 3866, Blatt 5:2017-06, Anhang B.

Tatsächlich kann Dachpappe hohe Asbest- und/oder Mineralfaserkonzentrationen aufweisen, die teilweise im zweistelligen Massenprozentbereich liegen.

Dachpappen können hohe Asbest- und/oder Mineralfaser-Konzentrationen aufweisen.

Die Verwendung dieser hochkontaminierten Materialien in einem empfindlichen, quantitativen Prüfverfahren für niedrige Asbestfaserkonzentrationen ("BIA 7487") verbietet sich aus Gründen des Arbeitsschutzes bei der Probenaufbereitung im Labor sowie der nicht mehr gegebenen Auswertbarkeit von Filterpräparationen eines solchen Materials, die mit dem Rasterelektronenmikroskop viel zu stark belegt sind.

Aus diesen Gründen untersucht die CRB Analyse Service GmbH Dachpappe und Dachpappenabfälle aktuell wie folgt:

  • Voruntersuchung des Materials nach Heißveraschung bei 450° als Streupräparat nach der Richtlinie VDI 3866, Blatt 5:2017-06 mit einer Nachweisempfindlichkeit von 0,1 Masse-% Asbest/künstliche Mineralfasern (siehe Hinweis*).
  • Nur im Falle eines negativen Ergebnisses wird eine Nachuntersuchung nach der BIA-Methode 7487 mit einer Nachweisempfindlichkeit von 0,008 Masse-% Asbest/künstliche Mineralfasern durchgeführt (siehe Hinweis*).

*Es ist zu beachten, dass sowohl bei einer Untersuchung nach VDI 3866 als auch nach BIA 7487 Asbest-/künstliche Mineralfasern durch Heißveraschung um den Faktor 10-30 in der Asche angereichert werden und somit in jedem Fall nachgewiesen werden können.

Anpassungen an den jeweiligen Stand der Technik und Gesetzeslage finden regelmäßig statt.

Weitere Informationen zur Entsorgung von asbesthaltiger Dachpappe und Dachpappenabfällen finden Sie in diesem Merkblatt der Sonderabfallgesellschaft Brandenburg Berlin: Asbest in Dachpappenabfaellen_Merkblatt.pdf​​​​​​​